🍫 Lebensmittel · Gefahr mittel
Apfelkerne enthalten Amygdalin, ein cyanogenes Glykosid, das in der harten Samenschale eingeschlossen ist und erst durch Zerkauen oder Zermahlen mit dem pflanzeneigenen Enzym Emulsin in Kontakt kommt, wobei giftige Blausäure (Cyanid) freigesetzt wird. Cyanid blockiert die Cytochrom-c-Oxidase in den Mitochondrien und unterbindet damit die zelluläre Sauerstoffverwertung, sodass Gewebe trotz normaler Sauerstoffversorgung im Blut ersticken. Verschluckt ein Hund Kerne unzerkaut, werden sie meist unverändert wieder ausgeschieden, ohne dass relevante Mengen Blausäure freigesetzt werden; die eigentliche Gefahr entsteht erst, wenn viele Kerne zerbissen oder als gemahlenes Kernmus aufgenommen werden. Eine belastbare, auf das Körpergewicht bezogene Schwellendosis für Hunde ist in der Literatur nicht einheitlich definiert, weshalb hier Vorsicht vor Präzision geboten ist.
Auch Apfelkerne enthalten das cyanogene Glykosid Amygdalin, das erst durch das Zerkauen des Kerns in Blausäure umgewandelt wird, die wiederum die Zellatmung blockiert. Ein einzelner verschluckter Apfelkern gilt als praktisch ungefährlich, da die harte Schale meist unzerkaut den Verdauungstrakt passiert und kaum Amygdalin freigesetzt wird. Erst wenn ein Hund eine größere Menge Kerngehäuse gründlich zerkaut, etwa beim genüsslichen Verzehr mehrerer Äpfel samt Kernhaus, steigt die aufgenommene Blausäuremenge relevant an. In diesem Fall können innerhalb kurzer Zeit Erbrechen, Unruhe und in ausgeprägten Fällen Atemprobleme auftreten.
Einzelne Kerne harmlos. Bei Symptomen Tierarzt.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.