🦮 Groß · Großbritannien / Neufundland
Freundlicher, gelehriger Familienhund mit hohem Bewegungsbedarf – einer der beliebtesten Anfängerhunde, neigt aber stark zu Übergewicht.
Der Labrador gilt als ausgeglichen, menschenbezogen und außergewöhnlich lernfreudig. Er ist praktisch nicht aggressiv, freundet sich mit fast jedem an und eignet sich deshalb als Familien-, Assistenz- und Jagdbegleithund gleichermaßen. Seine „will to please“-Veranlagung macht ihn leicht führbar, sein verspieltes Wesen bleibt oft bis ins hohe Alter erhalten.
Ein Labrador braucht täglich ein bis zwei Stunden Bewegung plus Kopfarbeit. Apportieren, Nasenarbeit und Schwimmen liegen ihm im Blut. Wird er unterfordert, sucht er sich selbst Beschäftigung – meist über die Nase und den Magen. Junge Labradore sollten bis zum Wachstumsabschluss gelenkschonend ausgelastet werden.
Das kurze, dichte Stockhaar ist pflegeleicht, haart aber ganzjährig und besonders im Fellwechsel stark. Ein- bis zweimal wöchentliches Bürsten reicht meist. Wegen der Fettschicht und der wasserabweisenden Unterwolle sollte man nicht zu häufig baden.
Der Labrador ist ein klassischer Anfängerhund: gutmütig, fehlerverzeihend und leicht zu motivieren. Wichtig sind konsequente, positive Erziehung und – der größte Anfängerfehler – ein streng kontrolliertes Futtermanagement, weil er kaum ein Sättigungsgefühl kennt.
Rassetypisch sind Hüft- und Ellbogendysplasie (HD/ED), erbliche Augenerkrankungen (PRA) sowie eine genetische Neigung zu Übergewicht, die Gelenke und Herz zusätzlich belastet. Ein Gentest-Nachweis der Elterntiere und Zuchtwahl aus HD/ED-untersuchten Linien senken das Risiko deutlich.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche oder züchterische Beratung. Wesen und Gesundheit variieren innerhalb jeder Rasse individuell.