🧪 Stoff · Gefahr hoch
Gemeint sind Münzen oder Kleinteile mit hohem Zinkanteil, etwa manche ausländische Centmünzen mit überwiegend Zinkkern, Zinknägel, Schrauben, Muttern und verzinkte Baumaterialien. Für Hunde besonders gefährlich, weil sich Zink im sauren Magenmilieu vergleichsweise schnell auflöst und die freigesetzten Zinkionen eine ausgeprägte intravaskuläre Hämolyse auslösen, also die roten Blutkörperchen direkt in der Blutbahn zerstören. Zusätzlich kann Zink Leber und Bauchspeicheldrüse schädigen und in hoher Konzentration akutes Nierenversagen auslösen, teils in Folge der massiven Hämolyse. Je länger das Zinkteil im Magen verbleibt, desto mehr Metall wird herausgelöst, weshalb frühzeitiges Erkennen und Entfernen entscheidend für den Verlauf sind.
Erste Symptome wie Erbrechen, Appetitlosigkeit und Lethargie treten meist innerhalb der ersten ein bis zwei Tage nach Verschlucken auf. Im weiteren Verlauf entwickelt sich häufig eine ausgeprägte hämolytische Anämie mit deutlicher Blässe der Schleimhäute, Schwäche, schneller Atmung und schnellem Herzschlag. Durch den Abbau der zerstörten roten Blutkörperchen färbt sich der Urin oft rötlich-braun bis dunkel, und Zahnfleisch sowie Augenweiß können durch anfallenden Blutfarbstoff gelblich gefärbt sein. In schweren Fällen kann die Zinkvergiftung bis zu akutem Nierenversagen mit stark reduzierter oder fehlender Urinausscheidung fortschreiten. Diese Verlaufsform gehört zu den ernsteren Metallvergiftungen bei Hunden und erfordert in der Regel eine zeitnahe operative oder endoskopische Entfernung des Zinkteils sowie eine intensive unterstützende Behandlung.
Tierarzt aufsuchen. Röntgen empfohlen.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.