🐛 Tier · Gefahr mittel
Wespen sind wie Bienen staatenbildende Hautflügler, stechen aber im Gegensatz zu Honigbienen mit einem glatten Stachel, den sie nicht verlieren, und können daher mehrfach hintereinander stechen. Ihr Gift ähnelt in der Zusammensetzung dem der Bienen, enthält aber zusätzlich Enzyme, die Gewebe leichter durchdringen lassen, wodurch der Schmerz oft als noch intensiver empfunden wird. Wespen halten sich im Spätsommer verstärkt in der Nähe von Nahrungsquellen im Freien auf, etwa an Fallobst, Grillresten oder Süßspeisen, weshalb Hunde beim Schnüffeln oder Schnappen nach Essbarem häufig gestochen werden. Ein Stich im Maul oder Rachen ist besonders gefährlich, weil die Schwellung dort die Atemwege verlegen kann, unabhängig davon, ob eine Allergie vorliegt. Wie bei Bienenstichen ist eine allergische Reaktion beim einzelnen Hund vorab nicht vorhersehbar.
Der Stich verursacht eine sofort schmerzhafte, örtliche Schwellung mit Rötung, die je nach Einstichstelle innerhalb weniger Stunden wieder abklingt. Da Wespen ihren Stachel behalten, sind bei einer Begegnung mit einem gestörten Nest oder einem Wespenschwarm auch mehrere Stiche in kurzer Zeit möglich, was die Giftmenge und damit das Risiko einer stärkeren Reaktion erhöht. Ein Stich im Maul, an der Zunge oder im Rachen kann innerhalb weniger Minuten zu einer raschen Schwellung führen, die Atemnot, starkes Speicheln, Würgen und in der Folge Ersticken verursachen kann und als akuter Notfall gilt. Bei einer Giftallergie treten zusätzlich Symptome wie Quaddeln am ganzen Körper, Erbrechen, Schwäche, Kreislaufprobleme und im schlimmsten Fall ein anaphylaktischer Schock auf. Jede Schwellung im Rachenbereich oder jedes Anzeichen von Atemnot nach einem Wespenstich erfordert sofortiges tierärztliches Handeln.
Kühlen. Bei Schwellung im Maul/Rachen sofort Notfall-Tierarzt!
Ganz Deutschland flächendeckend; bes. häufig in der Nähe von Nahrungsquellen im Freien
Saison: Sommer–Herbst (Jul–Okt)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.