🐛 Tier · Gefahr hoch
Die Hornisse ist die größte in Mitteleuropa heimische Faltenwespe und steht unter Naturschutz, darf also nicht bekämpft werden; sie baut ihre Nester bevorzugt in Baumhöhlen, Dachstühlen oder alten Gebäuden und ist trotz ihres bedrohlichen Rufs von Natur aus wenig aggressiv. Ihr Gift ähnelt in der Wirkung dem von Bienen und Wespen, wird aber in größerer Menge pro Stich abgegeben, wodurch die lokale Reaktion in der Regel deutlich stärker ausfällt. Gerät ein Hund einem Nest zu nahe oder schnappt nach einer einzelnen Hornisse, kann es bei einer echten Verteidigungssituation zu mehreren Stichen innerhalb kurzer Zeit kommen. Mehrere Stiche summieren die Giftmenge im Körper und können dadurch auch bei Hunden ohne Allergie Kreislaufbeschwerden auslösen, die über eine reine Lokalreaktion hinausgehen. Verlässliche Angaben, ab wie vielen Stichen es beim Hund kritisch wird, liegen nicht vor, weshalb bei mehreren Stichen grundsätzlich Vorsicht geboten ist.
Ein einzelner Stich verursacht eine ausgeprägte, schmerzhafte Schwellung und Rötung, die stärker ausfallen kann als bei Bienen- oder Wespenstichen und über mehrere Tage anhalten kann. Bei mehreren Stichen, etwa nach einer Störung des Nests, kommen zusätzlich Unruhe, Schwäche, beschleunigter Herzschlag und Kreislaufprobleme hinzu, die sich innerhalb von Stunden verschlimmern können. Stiche im Maul- oder Rachenbereich sind besonders gefährlich, weil die Schwellung die Atemwege verengen und zu Atemnot bis hin zum Ersticken führen kann. Bei einer Giftallergie kann bereits ein einzelner Stich eine Anaphylaxie mit Quaddelbildung, Erbrechen, Atemnot und Kreislaufkollaps auslösen. Wegen der größeren Giftmenge pro Stich und der Möglichkeit mehrerer Stiche sollte nach einer Begegnung mit Hornissen jedes ungewöhnliche Verhalten des Hundes ernst genommen und im Zweifel tierärztlich abgeklärt werden.
Kühlen. Bei mehreren Stichen oder Rachen-Stich sofort Tierarzt!
Ganz Mitteleuropa; in D in Wäldern, Gärten und alten Gebäuden, geschützte Art
Saison: Sommer–Herbst (Jun–Okt)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.