🧪 Stoff · Gefahr mittel
Handelsübliche Wachsmalkreiden bestehen überwiegend aus Paraffinwachs und ungiftigen Farbpigmenten, in vielen Ländern, darunter den USA und der EU, unterliegen Kindermalprodukte strengen Vorgaben zur Unbedenklichkeit. Filzstifte enthalten meist Wasser oder Alkohol als Lösungsmittel für die Tinte sowie geringe Mengen an Farbstoffen. Beide Produktgruppen gelten daher als gering giftig, die eigentliche Gefahr liegt weniger in einer chemischen Vergiftung als im mechanischen Risiko eines Darmverschlusses, wenn größere Mengen fester Wachsstücke oder Stiftteile verschluckt werden. Einzelne Sonderprodukte, zum Beispiel stark alkoholhaltige Permanentmarker, können abweichen, weshalb bei ungewöhnlichen Produkten Vorsicht angebracht ist.
Meist bleibt die Aufnahme einzelner Kreiden oder Stifte folgenlos oder verursacht höchstens leichtes, vorübergehendes Erbrechen oder weichen Kot. Bei größeren verschluckten Mengen, insbesondere von harten Wachsstücken oder Stiftkappen, können Anzeichen eines Darmverschlusses wie wiederholtes Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und ausbleibender Kotabsatz auftreten, meist erst nach ein bis zwei Tagen. Bei alkoholhaltigen Filzstiften ist zusätzlich auf Benommenheit oder Koordinationsstörungen zu achten.
Beobachten. Bei Symptomen Tierarzt.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.