🧪 Stoff · Gefahr hoch
Nikotin ist ein pflanzliches Alkaloid, das in Tabakblättern und damit in Zigaretten, Zigarren, Schnupf- und Kautabak sowie in Nikotinersatzprodukten enthalten ist. Es wirkt zunächst anregend auf Nervenzellen und Muskulatur, in höheren Dosen kippt die Wirkung jedoch in eine lähmende Überstimulation um, sodass Nervenzellen und Muskeln am Ende erschöpft und blockiert werden. Da vor allem Zigaretten und Zigarettenstummel schon in relativ kleiner Menge eine für das Körpergewicht eines Hundes relevante Nikotindosis enthalten können, sind besonders kleine Hunde gefährdet. Fachquellen berichten, dass Aufnahmen ab etwa neun bis zwölf Milligramm Nikotin pro Kilogramm Körpergewicht ohne Behandlung häufig tödlich verlaufen, wobei die individuelle Empfindlichkeit schwanken kann.
Symptome treten meist innerhalb von etwa dreißig bis neunzig Minuten nach der Aufnahme auf und folgen häufig einem zweiphasigen Verlauf. In der ersten, anregenden Phase zeigen sich Erbrechen, starker Speichelfluss, Unruhe, Zittern, ein beschleunigter Herzschlag und mitunter erste Krampfanfälle. Wird der Hund nicht behandelt, kann die Wirkung in eine zweite, lähmende Phase mit Muskelschwäche, verlangsamtem Herzschlag, niedrigem Blutdruck und zunehmender Dämpfung von Atmung und Bewusstsein umschlagen. In schweren Fällen kann es durch eine Lähmung der Atemmuskulatur innerhalb weniger Stunden zum Tod kommen; überstehen betroffene Hunde die ersten vier Stunden nach Symptombeginn stabil, ist die Prognose nach tierärztlicher Erfahrung deutlich besser.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.