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Ist Riesenbärenklau (Kontakt-Tier) giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Was es ist & warum es gefährlich ist

Der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) ist eine aus dem Kaukasus stammende, in Deutschland invasiv verbreitete Doldenblütlerpflanze, die vor allem an Bachläufen, Straßenrändern und Brachflächen wächst und mehrere Meter hoch werden kann. Der Pflanzensaft enthält Furanocumarine (Psoralene), die selbst keine unmittelbare Reizung auslösen, sich aber in der Haut anlagern und diese für energiereiches UV-Licht empfindlich machen. Kommt ein Hund mit dem Saft in Kontakt, etwa an unbehaarten oder dünn behaarten Stellen wie Nase, Bauch oder Pfoten, und wird die betroffene Stelle anschließend Sonnenlicht ausgesetzt, entsteht eine sogenannte Phytophotodermatitis, eine photochemische Reaktion, die schweren Verbrennungen ähnelt. Nach Angaben der Veterinary Poisons Information Service gehörten Hunde zur größten gemeldeten Tiergruppe bei Riesenbärenklau-Kontakten, mit Symptomen an Haut und Maul sowie teils Erbrechen; die Reaktion kann so ausgeprägt sein, dass Vernarbungen über Monate bis Jahre zurückbleiben.

Symptome einer Vergiftung

Die Reaktion setzt meist zeitversetzt ein, oft erst Stunden nach dem Sonnenlichtkontakt, wenn scheinbar zunächst nichts passiert ist. Es entwickeln sich Rötung, Schwellung und ein brennendes, schmerzhaftes Gefühl an der Kontaktstelle, gefolgt von teils großflächigen, flüssigkeitsgefüllten Blasen, die bei aufgeplatzter Haut nässen und offen liegen. Bei oraler Aufnahme, etwa durch Benagen der Pflanze, können zusätzlich Schleimhautverätzungen im Maul und Erbrechen auftreten. Die betroffenen Hautareale heilen oft nur langsam über mehrere Wochen ab und können dauerhaft dunkler pigmentierte Narben hinterlassen; wiederholter Sonnenlichtkontakt während der Abheilung verschlimmert die Reaktion zusätzlich.

🚨 Was hilft im Notfall

Betroffene Stelle sofort waschen, vor Sonne schützen, Tierarzt!

Vorkommen in Deutschland

Urspr. Kaukasus; invasiv in ganz D, Bachläufe, Straßenränder, Brachflächen, bes. Norddeutschland

Saison: Sommer (Jun–Sep)

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.