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Ist Qualle (Feuerqualle) giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Was es ist & warum es gefährlich ist

Als Feuerqualle wird in Nord- und Ostsee vor allem die Gelbe Haarqualle (Cyanea capillata) bezeichnet, ein Nesseltier (Cnidaria), dessen lange Tentakel mit tausenden mikroskopisch kleinen Nesselzellen (Nematozysten) besetzt sind. Bei Berührung, etwa wenn ein Hund beim Schwimmen oder beim Schnüffeln an Strandgut mit den Tentakeln in Kontakt kommt, schießen die Nesselkapseln reflexartig aus und injizieren ein proteinhaltiges Nesselgift in die Haut, das ursprünglich der Lähmung von Beutetieren dient. Die Nesselzellen bleiben auch bei angespülten, scheinbar toten Quallen oder abgerissenen Tentakelstücken noch tagelang aktiv, sodass auch Kontakt mit Strandgut gefährlich sein kann. Für Hunde ist die direkte Gefahr meist auf eine lokale Hautreizung begrenzt; belastbare Daten zu schweren allergischen Reaktionen beim Hund fehlen, beim Menschen sind aber in Einzelfällen systemische Reaktionen bis hin zu Atemnot beschrieben, sodass bei bekannter Allergieneigung Vorsicht angebracht ist.

Symptome einer Vergiftung

Direkt nach Kontakt zeigen sich streifenförmige Rötung, Schwellung und Quaddelbildung entlang der Kontaktlinien der Tentakel, begleitet von deutlichem Juckreiz oder Schmerz, den der Hund durch Kratzen, Lecken oder Scheuern der betroffenen Stelle zeigt. Die Reizung kann sich in den folgenden Stunden verstärken, bevor sie über mehrere Tage langsam abklingt. Bei ausgedehntem Kontakt oder besonders empfindlichen Tieren sind stärkere Schwellungen sowie in seltenen Fällen allgemeine Unruhe, vermehrtes Speicheln oder Erbrechen möglich. Zeigt der Hund nach Quallenkontakt Atemnot, eine starke Schwellung im Gesicht oder Kreislaufschwäche, deutet dies auf eine allergische Reaktion hin und erfordert umgehend tierärztliche Behandlung.

🚨 Was hilft im Notfall

Tentakel mit Salzwasser abspülen (kein Süßwasser!). Bei Atemnot Tierarzt.

Vorkommen in Deutschland

Nord- und Ostsee; bes. häufig an den Küsten Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns

Saison: Sommer (Jun–Sep, Küsten)

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.