🐛 Tier · Gefahr mittel
Der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) ist ein ursprünglich aus Ostasien stammender Käfer aus der Familie der Marienkäfer (Coccinellidae), der seit den frühen 2000er Jahren in Deutschland eingeschleppt ist und sich seither invasiv ausgebreitet hat, mit Massenschwärmen an Gebäuden im Herbst. Bei Bedrohung oder wenn er zerbissen wird, setzt er über eine sogenannte Reflexblutung aus den Kniegelenken eine gelbliche, übelriechende Blutflüssigkeit (Hämolymphe) frei, die den Bitterstoff Harmonin und weitere Alkaloide enthält. Für Hunde wird der Käfer gefährlich, wenn mehrere Tiere gefressen oder im Maul zerbissen werden: Die freigesetzten Substanzen wirken auf die Mundschleimhaut ätzend und können Verätzungen ähnlich einer Chemikalienverbrennung hervorrufen. Ein in der Fachliteratur dokumentierter Fall beschreibt einen Hund mit zahlreichen im Maul haftenden Käfern und ausgeprägter Schleimhautverätzung. Die Schwere hängt stark von der Anzahl der aufgenommenen Käfer ab; einzelne verschluckte Tiere verursachen meist nur vorübergehende Reizung.
Nach dem Zerbeißen oder Verschlucken mehrerer Käfer treten Speicheln, unangenehmer Maulgeruch und sichtbare Rötung beziehungsweise Verätzung der Mundschleimhaut auf; betroffene Hunde reiben sich oft mit den Pfoten am Maul, verweigern das Futter und wirken teilnahmslos. Bei stärkerem Befall kommt es zu Erbrechen, vermehrtem Speichelfluss bis hin zum Schäumen vor dem Maul und deutlicher Berührungsempfindlichkeit im Maulbereich. Die Schleimhaut kann Blasen oder oberflächliche Geschwüre zeigen, die erst nach mehreren Tagen abheilen. Bei Verdacht auf mehrere haftende Käfer im Maul sollte zeitnah tierärztlich kontrolliert werden, da die Verätzung ohne Behandlung tiefer werden kann.
Maul spülen. Bei Symptomen Tierarzt kontaktieren.
Urspr. Ostasien; seit 2002 invasiv in ganz D, bildet Massenschwärme an Gebäuden im Herbst
Saison: Herbst (Sep–Nov, Schwarmbildung)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.