🧪 Stoff · Gefahr mittel
Kieselgel-Katzenstreu besteht aus amorphem Siliziumdioxid, einem stark wasserbindenden, chemisch weitgehend inerten Trocknungsmittel. Als Substanz selbst gilt Kieselgel laut ASPCA als nicht giftig und wird meist unverändert wieder ausgeschieden, eine echte chemische Vergiftung ist nicht zu erwarten. Die eigentliche Gefahr liegt in der Menge und Beschaffenheit: Werden größere Mengen der körnigen oder klumpenden Streu aufgenommen, kann diese im Darm einen mechanischen Verschluss verursachen, zudem entzieht das wasserbindende Granulat dem Darminhalt Flüssigkeit, was Verstopfung begünstigen kann. Einzelne kleine Mengen sind daher meist unproblematisch, größere Portionen sollten dagegen ernst genommen werden.
Bei kleineren aufgenommenen Mengen zeigen sich allenfalls leichtes Erbrechen oder weicher bis fester Kot ohne weitere Beschwerden. Bei größeren Mengen können sich über Stunden bis Tage Anzeichen eines Darmverschlusses entwickeln: wiederholtes Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Unruhe sowie ausbleibender oder sehr harter, trockener Kotabsatz. Bei diesen Symptomen ist eine tierärztliche Untersuchung, gegebenenfalls mit Bildgebung, angezeigt.
Beobachten. Bei Erbrechen oder Lethargie Tierarzt.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.