🧪 Stoff · Gefahr hoch
Gemeint sind Überdosierungen handelsüblicher Floh- und Zeckenpräparate, meist Spot-on-Produkte oder Sprays auf Basis von Pyrethroiden beziehungsweise Permethrin, die eigentlich zur Bekämpfung von Parasiten auf der Hundehaut dienen. Gefährlich wird es vor allem, wenn die Dosierung nicht auf das Körpergewicht des Hundes abgestimmt ist, etwa bei Anwendung eines für große Hunde bemessenen Produkts bei einem kleinen Hund, wenn mehrere Präparate gleichzeitig angewendet werden oder wenn der Hund das Mittel nach dem Auftragen abschleckt. Die Wirkstoffe greifen in die Natriumkanäle von Nervenzellen ein und können dadurch eine anhaltende Übererregung des Nervensystems auslösen. Kleine, geschwächte und sehr junge Hunde sind bei gleicher aufgenommener Menge deutlich empfindlicher.
Erste Anzeichen können bereits innerhalb von etwa fünfzehn Minuten bis zu einigen Stunden nach Anwendung oder Verschlucken auftreten: Speicheln, Unruhe, Muskelzittern und Zuckungen, insbesondere im Bereich der Ohren. Im weiteren Verlauf kommen Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen, Schwäche und ein unsicherer Gang hinzu. Bei stärkerer Vergiftung entwickeln sich generalisierte Muskelzittern bis hin zu Krampfanfällen sowie eine erhöhte Körpertemperatur durch die anhaltende Muskelaktivität. Mit frühzeitiger tierärztlicher Behandlung, unter anderem Abwaschen der Haut und Medikamente gegen Zittern und Krämpfe, ist die Prognose meist gut; unbehandelte, schwere Verläufe mit anhaltenden Krampfanfällen können jedoch auch zu Nieren- oder Gerinnungsproblemen führen.
Tierarzt aufsuchen. Nie Katzenmittel für Hunde verwenden!
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.