🐛 Tier · Gefahr mittel
Flöhe, beim Hund meist der Katzenfloh (Ctenocephalides felis), seltener der Hundefloh, sind flügellose, blutsaugende Insekten, die ganzjährig in beheizten Wohnungen überleben können und ihren Höhepunkt im Sommer und Herbst erreichen. Die eigentliche Gefahr für den Hund geht dabei nicht von einem Gift aus, sondern von zwei indirekten Mechanismen: Zum einen sind Flöhe Zwischenwirt des Gurkenkernbandwurms (Dipylidium caninum), dessen Larven sich im Floh entwickeln und den Hund infizieren, wenn dieser bei der Fellpflege einen infizierten Floh verschluckt. Zum anderen entziehen Flöhe dem Hund bei ihrer Blutmahlzeit Blut, was bei starkem, lang anhaltendem Befall, besonders bei jungen, alten oder bereits geschwächten Tieren, zu einer klinisch relevanten Blutarmut (Anämie) führen kann. Zusätzlich lösen die im Flohspeichel enthaltenen Eiweiße bei vielen Hunden eine allergische Reaktion aus (Flohspeichelallergie), die den Juckreiz deutlich verstärkt. Die Gefahr liegt also über den vermittelten Erreger und den Blutverlust, nicht über ein klassisches Gift.
Betroffene Hunde kratzen, beißen und lecken sich vermehrt, besonders im Bereich von Rückenansatz, Bauch und Hinterschenkeln, wo Flohkot als kleine schwarze Krümel im Fell sichtbar werden kann. Durch das ständige Kratzen entstehen Hautrötungen, kleine Papeln, wunde Stellen und bei Flohspeichelallergie großflächigere, nässende Hautentzündungen mit Haarausfall. Bei Nachweis von Bandwurmgliedern, die als kleine, reiskornartige, bewegliche weiße Segmente am After oder im Kot erscheinen, liegt meist eine Dipylidium-caninum-Infektion vor. Bei sehr starkem, chronischem Flohbefall zeigen sich zusätzlich blasse Schleimhäute, Schwäche, schnelle Ermüdbarkeit und Teilnahmslosigkeit als Zeichen einer Blutarmut, die in ausgeprägten Fällen, vor allem bei Welpen, lebensbedrohlich werden kann.
Antiparasitikum, alle Tiere im Haushalt behandeln, Umgebung reinigen.
Weltweit; in D ganzjährig in beheizten Wohnungen, Höhepunkt im Sommer/Herbst
Saison: Ganzjährig (Hochsaison Sommer)
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.