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Ist Dornfinger-Spinne giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Was es ist & warum es gefährlich ist

Der Ammen-Dornfinger (Cheiracanthium punctorium) gilt als die einzige Spinnenart Mitteleuropas, deren Biss beim Menschen eine relevante Giftwirkung hervorrufen kann, und ist in Deutschland in wärmebegünstigten Regionen wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt und der Oberrheinebene zunehmend verbreitet. Die Spinne beißt in der Regel nur, wenn sie sich bedrängt fühlt, etwa wenn sie versehentlich berührt oder gegen die Haut gedrückt wird; ihre Kieferklauen sind kräftig genug, um auch dünnere Hautstellen zu durchdringen. Das Gift selbst löst vor allem eine lokale Schmerzreaktion ähnlich einem Wespenstich aus; nach bisherigem Kenntnisstand sind beim Menschen keine Todesfälle durch das Gift dokumentiert. Spezifische Daten zu Bissen bei Hunden fehlen bislang; aufgrund der vergleichsweise milden, lokal begrenzten Giftwirkung beim Menschen wird auch beim Hund in der Regel ein selbstlimitierender Verlauf angenommen, Einzelfälle mit stärkerer Reaktion sind aber nicht auszuschließen.

Symptome einer Vergiftung

Der Biss verursacht einen brennenden, stechenden Schmerz, der einem Wespenstich ähnelt und mehrere Stunden bis zu drei Tage anhalten kann, begleitet von Rötung und Schwellung an der Bissstelle. Der Hund reagiert meist mit kurzzeitigem Aufschreien, Zurückzucken oder vermehrtem Belecken der betroffenen Stelle. Bei ausgeprägteren Reaktionen können zusätzlich Fieber, Schwindelgefühl, erkennbar an Unsicherheit in der Bewegung, Erbrechen sowie eine Druckempfindlichkeit der nahegelegenen Lymphknoten auftreten. Da sich eine Wunde durch Kratzen oder Belecken entzünden kann, sollte die Bissstelle beobachtet und bei zunehmender Schwellung, Eiterbildung oder anhaltendem Unwohlsein tierärztlich abgeklärt werden.

🚨 Was hilft im Notfall

Kühlen. Bei starker Reaktion Tierarzt.

Vorkommen in Deutschland

Mittel- und Südeuropa; in D zunehmend in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Rheinebene, wärmeliebend

Saison: Sommer–Herbst (Jul–Sep)

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.