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Ist Ameisenbiss (Rote Waldameise) giftig für Hunde?

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Verdacht auf Vergiftung? Rufe sofort deinen Tierarzt, die nächste Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst an, auch nachts.
Was es ist & warum es gefährlich ist

Die Rote Waldameise (Formica rufa) ist eine in ganz Deutschland flächendeckend in Nadel- und Mischwäldern vorkommende, gesetzlich geschützte Ameisenart, die in großen Nestern mit tausenden Tieren lebt. Anders als stechende Insekten besitzen Waldameisen keinen funktionsfähigen Stachel mehr; stattdessen verletzen sie mit ihren Mundwerkzeugen zunächst die Haut und spritzen anschließend aktiv Ameisensäure aus einer Drüse am Hinterleib in die entstandene Wunde, was das charakteristische Brennen verursacht. Gerät ein Hund in die Nähe eines Ameisenhaufens oder legt sich hinein, kann sein dichtes Fell zahlreichen Tieren Halt bieten, sodass es statt eines einzelnen zu vielen gleichzeitigen Bissen kommen kann. Die Ameisensäure selbst ist in den bei einem Einzelbiss übertragenen Mengen für einen Hund nicht gefährlich; problematisch wird es vor allem bei Massenbefall mit sehr vielen gleichzeitigen Bissen, etwa im Maul- oder Augenbereich.

Symptome einer Vergiftung

Einzelne Bisse verursachen ein kurzes Brennen, gefolgt von kleinen roten Quaddeln oder Pusteln, die jucken und über wenige Stunden bis einen Tag wieder abklingen. Bei zahlreichen gleichzeitigen Bissen, etwa nach Kontakt mit einem ganzen Ameisenhaufen, reagiert der Hund häufig mit ausgeprägter Unruhe, Schütteln, vermehrtem Speicheln und starkem Kratzen oder Scheuern der betroffenen Körperstellen. Sind Maul, Zunge oder die empfindliche Nasenhaut betroffen, können zusätzlich Schwellungen und Schluckbeschwerden auftreten, die das Fressen erschweren. In den allermeisten Fällen klingen die Beschwerden von selbst ab; bei sehr vielen Bissen im Kopfbereich oder ausgeprägter Schwellung ist eine tierärztliche Kontrolle sinnvoll, um eine stärkere allergische Reaktion auszuschließen.

🚨 Was hilft im Notfall

Bereich abspülen. Bei vielen Bissen Tierarzt.

Vorkommen in Deutschland

Ganz Europa; in D in Nadelwäldern und Mischwäldern flächendeckend, geschützte Art

Saison: Frühling–Herbst (Mär–Okt)

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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Im Zweifel immer den Tierarzt kontaktieren.