🐕 Mittel · Ungarn
Der Puli ist ein ungarischer Hütehund mittlerer Größe, dessen charakteristisches Fell sich von selbst zu dicken Schnüren verfilzt und der traditionell zum Treiben von Schafherden eingesetzt wurde.

Der Puli ist wachsam, temperamentvoll und lernfreudig, mit einem ausgeprägten Bewegungs- und Beschäftigungsdrang. Fremden gegenüber zeigt er sich häufig misstrauisch und meldet Auffälligkeiten lautstark.
Als Hütehund benötigt der Puli viel Auslauf, geistige Auslastung und idealerweise eine Aufgabe wie Hundesport oder Hüteanlagen-Training. Unterforderung äußert sich schnell in übermäßigem Bellen oder Unruhe.
Das namensgebende Schnurenfell muss von Welpenbeinen an regelmäßig von Hand in Strähnen aufgeteilt werden, damit keine großen verfilzten Platten entstehen; das ist zeitintensiv und dauert Jahre bis zur vollen Ausbildung. Alternativ wird das Fell bei manchen Haltern gebürstet und kurzgehalten, was von der Zuchtform abweicht.
Für Erstbesitzer ist der Puli aufgrund seines Hütehundtemperaments und der aufwendigen Fellpflege nur mit Einschränkungen geeignet. Erfahrung mit Hütehunden und Zeit für die Fellpflege sind von Vorteil.
Häufiger beschriebene Gesundheitsthemen sind Hüftgelenksdysplasie und Augenerkrankungen wie progressive Retinaatrophie. Hautprobleme unter verfilzten Fellsträhnen können bei mangelnder Pflege auftreten.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche oder züchterische Beratung. Wesen und Gesundheit variieren innerhalb jeder Rasse individuell.