🐕 Mittel · Westafrika (Mali, Niger, Burkina Faso)
Der Azawakh ist ein hochbeiniger, extrem schlanker westafrikanischer Windhund, der von nomadischen Volksgruppen zur Jagd und Bewachung eingesetzt wurde und sich durch große Ausdauer und Wachsamkeit auszeichnet.

Der Azawakh ist unabhängig, sehr an seine Bezugspersonen gebunden und Fremden gegenüber ausgesprochen distanziert bis misstrauisch. Er gilt als sensibel und reagiert empfindlich auf grobe Behandlung.
Als Lauf- und Jagdhund benötigt der Azawakh regelmäßigen freien Auslauf mit Möglichkeit zum Sprinten, etwa auf eingezäunten Flächen, da sein Jagdtrieb ausgeprägt ist. Ruhephasen zu Hause wechseln sich mit kurzen, intensiven Bewegungsphasen ab.
Das kurze Fell ist pflegeleicht, wegen des sehr geringen Körperfettanteils ist der Azawakh jedoch kälteempfindlich und benötigt im Winter oft einen Mantel. Sichtbare Rippen und Hüftknochen sind bei dieser Rasse normal und kein Zeichen von Untergewicht.
Aufgrund seiner ausgeprägten Distanziertheit, seines Jagdtriebs und seiner besonderen Haltungsansprüche ist der Azawakh für Ersthundehalter eher nicht geeignet. Erfahrung mit Windhunden erleichtert den Umgang deutlich.
Die Rasse gilt insgesamt als robust, in der Zucht wird jedoch auf eine Herzerkrankung namens idiopathische Perikarditis sowie auf Autoimmunthyreoiditis geachtet. Aufgrund der geringen Fettschicht sind Azawakhs zudem empfindlicher gegenüber bestimmten Narkosemitteln als andere Rassen.
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Diese Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche oder züchterische Beratung. Wesen und Gesundheit variieren innerhalb jeder Rasse individuell.