Welche Kostüme laut aktueller Umfrage wirklich vorn liegen, was zusätzlich im Kommen ist und worauf du achten solltest, damit der Spaß für deinen Hund auch einer bleibt.

ein Hund sitzt vorm Spiegel, so gut das mit vier Pfoten eben geht, und wartet auf das Kostüm, das du gerade aus der Tüte holst. Kürbis? Hot Dog? Das ausrangierte Gespenst-Bettlaken von letztem Jahr? Die Auswahl an Halloween-Verkleidungen für Hunde wächst von Jahr zu Jahr, und wer sich durch Läden oder Online-Shops klickt, landet schnell bei zehn offenen Tabs und keiner Ahnung, was gerade wirklich angesagt ist.
Die gute Nachricht: Dazu gibt es handfeste Zahlen. Der US-Handelsverband National Retail Federation befragt jeden September tausende Verbraucher:innen zu ihren Halloween-Plänen, Haustierkostüme inklusive. Die Erhebung stammt aus den USA, aber die Kategorien, die dort vorn liegen, kennst du garantiert auch aus deutschen Kostümregalen. Hier kommen die fünf Ideen, die 2026 den Ton angeben, und ein paar Gedanken dazu, worauf du beim Verkleiden wirklich achten solltest.
| Platz | Kostüm | Warum es funktioniert |
|---|---|---|
| 1 | Kürbis | Locker geschnitten, nichts spannt am Hals |
| 2 | Hot Dog | Witziges Fotomotiv, meist eine lockere Weste |
| 3 | Gespenst | Ein altes Bettlaken reicht, quasi das Anti-Kostüm |
| 4 | Bauernhof-Tier (Schaf, Kuh) | Zieht in den Kostümregalen spürbar nach |
| 5 | Gar kein Kostüm | Immer mehr Halter:innen entscheiden sich bewusst dagegen |
Laut der aktuellen NRF-Umfrage (erhoben Anfang September 2026 unter rund 7.900 Verbraucher:innen in den USA) liegt der Kürbis mit 11,6 Prozent aller, die ihr Haustier verkleiden, klar vorn. Dahinter folgen Hot Dog mit 5,9 Prozent und Gespenst mit 2,8 Prozent, drei Klassiker, die sich seit Jahren hartnäckig oben halten.
An der Spitze hat sich dabei kaum etwas verändert, außer dass der Abstand größer wird. Kürbis gewinnt schon seit mehreren Jahren, und 2026 legt er sogar noch zu: von 9,8 Prozent im Vorjahr auf jetzt 11,6 Prozent. Der Grund dafür liegt vermutlich weniger am Motiv selbst als an der Machart. Die meisten Kürbis-Kostüme für Hunde sind weiche, weite Westen oder Ponchos, offen am Hals und ohne Ärmel, die beim Laufen stören könnten. Genau das mögen Hunde erfahrungsgemäß lieber als steife Ganzkörperanzüge.
Auf Platz zwei liegt der Hot Dog, meistens als Wursttunnel mit Beinlöchern und einem aufgestickten Senfstreifen obendrauf. Auch hier gilt: locker geschnitten, kein Druck am Hals. Und Platz drei, das Gespenst, ist im Grunde das ehrlichste Kostüm überhaupt, ein Laken mit zwei Löchern für die Augen, fertig. Kein Wunder, dass es sich seit Jahren so beharrlich in den Top drei hält.
Nach den Top drei wird die Datenlage dünner. Die NRF-Umfrage veröffentlicht für die weiteren Plätze keine exakten Prozentzahlen, hier ist die Erhebung zurückhaltender als bei ihren Spitzenreitern. Zwei Entwicklungen zeichnen sich trotzdem deutlich ab.
Bauernhof-Motive, allen voran Schaf und Kuh, tauchen 2026 spürbar häufiger in den Sortimenten der großen Zoohändler auf als noch vor zwei Jahren. Vermutlich, weil sie ähnlich unkompliziert geschnitten sind wie der Kürbis: ein weicher Fellüberwurf, keine Maske, kein steifer Kragen.
Die zweite Entwicklung ist eigentlich gar keine Kostümidee, sondern eine Gegenbewegung: kein Kostüm. Tierärztliche Fachverbände wie die AVMA und Tierschutzorganisationen wie die ASPCA raten schon länger dazu, ein Kostüm nur dann anzuziehen, wenn der Hund es sichtlich entspannt trägt, und sonst auf Alternativen wie ein Halstuch in Kürbis-Orange oder Geister-Weiß umzusteigen. Diese Empfehlung scheint langsam anzukommen, und ganz ehrlich: Ein Foto von einem Hund mit einfachem Halstuch und froher Miene wirkt meistens ohnehin sympathischer als eines mit unglücklichem Blick unter einer Kürbismütze. Wer sich selbst verkleiden will und dem Hund nur ein Detail davon mitgeben möchte, findet im Artikel Partnerkostüm mit Hund fünf Ideen, bei denen ein Halstuch völlig reicht.

Ein Hundekostüm sollte Sicht, Gehör, Atmung, Maulöffnung und Bewegung nicht einschränken. Kleine, abbeißbare oder verschluckbare Teile gehören vorher entfernt, und ein Hund trägt ein Kostüm nur kurz und nur unter Aufsicht.
Typische Anzeichen dafür, dass ein Hund sich unwohl fühlt: eine eingezogene Rute, angelegte Ohren, häufiges Lippenlecken oder Gähnen, sichtbares Weiß im Auge und das plötzliche Stehenbleiben mitten im Spaziergang. Zeigt dein Hund eines davon, zieh das Kostüm besser wieder aus, statt auf das perfekte Foto zu bestehen. Besonders Hunde mit dichtem Fell überhitzen unter einem Ganzkörperkostüm schneller, als man denkt, deshalb gilt: kurze Tragezeiten, am besten drinnen, nie unbeaufsichtigt.
Welcher Platz in der Statistik gewinnt, ist ohnehin zweitrangig. Wichtiger ist, ob dein Hund am 31. Oktober selbst entspannt bleibt. Ob Kürbis, Hot Dog oder nur ein schickes Halstuch: Halte den Moment fest, wenn er gerade gut gelaunt daherstolziert, das sind ohnehin die Fotos, die man Jahre später noch gern anschaut. Und falls du dieses Jahr überhaupt erst überlegst, wie ihr den Abend gemeinsam verbringt: Im Souldog-Artikel Unternehmungen mit Hund findest du auch abseits von Kostümen ein paar Ideen für einen entspannten Herbstspaziergang. Bevor du dich für eines der fünf Kostüme entscheidest, lohnt sich außerdem ein Blick in unseren Ratgeber Hundekostüm nach Rasse, falls dein Hund zu einer kurzschnäuzigen oder dichtfelligen Gruppe gehört.