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Gassirunde finden: neue Hunderunden in deiner Nähe entdecken

Karten-Tricks, Apps mit Filtern und der Blick vor Ort: so wird aus der ewig gleichen Runde wieder ein Spaziergang, auf den sich dein Hund freut.

Frau geht mit einem kleinen weißen Hund an der Leine auf einem Waldweg im Herbst spazieren
Foto von Malcolm Winter auf Pexels
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onntag, halb neun. Du stehst an der Haustür, die Leine in der Hand, und dein Hund läuft schon Richtung Ecke, an der ihr seit drei Jahren jeden Morgen links abbiegt. Er kennt jeden Laternenpfahl. Du kennst jedes Schlagloch. Irgendwer von euch beiden langweilt sich, und vermutlich bist es du.

Eine neue Gassirunde findest du, indem du die Karte auf dem Handy anders liest (Satellitenbild für Waldränder, Bäche und Feldwege), Tourenapps mit Filter für hundefreundliche Wege nutzt und Hundemenschen aus der Nachbarschaft nach ihren Lieblingswegen fragst. Ob die Runde zu deinem Hund passt, zeigt der erste Testlauf an der Leine.

Gute Runden gibt es fast überall, nur liegen sie selten auf dem Weg, den du ohnehin gehst. Mit ein paar Kniffen spürst du sie auf, und ein prüfender Blick verrät dir, ob sie zu deinem Hund passen.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Satellitenansicht statt Straßenkarte: Grüne Flächen, Wege zwischen Feldern und Wasserläufe siehst du dort sofort.
  • Outdooractive und AllTrails haben einen Filter für hundefreundliche Touren. Über die Leinenpflicht sagt der Filter nichts.
  • Eine gute Runde passt zu deinem Hund: Länge, Untergrund, Wasser, Schatten und wie viel Betrieb dort herrscht.
  • Ob dein Hund frei laufen darf, regeln Land, Kommune und Schutzgebietsverordnung. Im Zweifel gilt die Leine.
  • Im Wald ist die Leine in mehreren Ländern das ganze Jahr Pflicht, in Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt zumindest in der Brut- und Setzzeit.
  • Neue Wege heißt neue Risiken: Giftköder, Zecken, Wild, Blaualgen und Grannen im Blick behalten.

Wie finde ich eine neue Gassirunde in meiner Nähe?

Soul, das Souldog-Maskottchen, als Entdecker mit Hut, Karte und Fernglas

Eine neue Gassirunde in deiner Nähe findest du am besten mit drei Quellen: einer Karte in Satellitenansicht, einer Touren- oder Hunde-App und den Tipps anderer Hundehalter. Keine Quelle ist vollständig. Zusammen zeigen sie dir oft Wege, an denen du jahrelang vorbeigelaufen bist.

Fang mit dem Bild von oben an. In Google Maps oder einer anderen Kartenapp schaltest du auf Satellit und zoomst einen Kilometer um deine Wohnung herum ab. Plötzlich tauchen Dinge auf, die auf der Straßenkarte nur grau sind: ein Wäldchen hinter dem Gewerbegebiet, ein Graben mit Weg daneben, ein Feldweg, der zwei Siedlungen verbindet. Helle Linien zwischen Feldern sind oft Wirtschaftswege. Ein Bachlauf mit Baumreihe verspricht Schatten.

Einen Hundefilter für Wege hat Google Maps in Deutschland nach unserem Stand nicht. Für konkrete Orte helfen Suchbegriffe wie "Park", "Wald", "Hundewiese" oder "Hundeauslauf". OpenStreetMap ist bei Feld- und Waldwegen oft genauer, und manche Wege tragen dort sogar eine Angabe, ob Hunde erlaubt, verboten oder nur angeleint erlaubt sind. Verlass dich darauf nicht, denn die Angabe fehlt bei den meisten Wegen.

Wie finde ich eine neue Gassirunde in meiner Nähe?7 Einträge
Suchweg Das hilft dir Der Haken
Kartenapp in Satellitenansicht Wälder, Feldwege, Ufer und Grünzüge in deiner Umgebung auf einen Blick Kein Hundefilter, keine Infos zu Leinenpflicht oder Schutzgebiet
OpenStreetMap Feine Wegnetze, teils mit Angabe zu Hunden Angaben zu Hunden sind lückenhaft
Outdooractive Filter für hundefreundliche Touren, Höhenprofil, Beschreibung Viele Touren sind länger als eine Alltagsrunde
AllTrails Filter für hundefreundliche Wege, Bewertungen anderer Wie die Einstufung entsteht, ist nicht dokumentiert; zur Leine sagt sie nichts
komoot Zeigt Wegtypen und Untergrund der geplanten Runde, gut für empfindliche Pfoten Einen eigenen Hundefilter haben wir dort nicht gefunden
Hunde-Apps mit Ortskarte Parks, Wälder und Hundewiesen als eigene Kategorien in deiner Nähe Ein Eintrag ersetzt nicht die Regeln vor Ort
Hundehalter im Viertel Kennen ruhige Zeiten, Abkürzungen und die Ecke mit dem Rehwild Du musst sie erst ansprechen

In Souldog zeigt dir die Entdecken-Karte hundefreundliche Orte in deiner Nähe, und du kannst die Auswahl nach Kategorien eingrenzen, etwa auf Parks und Wälder oder Hundewiesen. Die Ortssuche ist kostenlos, und im Browser kannst du vorab das Verzeichnis hundefreundlicher Orte durchsuchen.

Ein kleiner Trick zum Schluss: Plane die neue Runde als Schleife und nicht als Hin und Zurück. Derselbe Weg in der Gegenrichtung ist für die Nase deines Hundes zwar ein bisschen neu, für dich aber nicht.

Wo kann man mit Hund in der Nähe spazieren gehen?

Mit Hund spazieren gehen kannst du in der Nähe fast überall, wo es Wege gibt: im Wald, an Ufern von Bächen, Flüssen und Seen, auf Feldwegen und in Parks. Was erlaubt ist, entscheiden Land, Gemeinde und Eigentümer; in Parks und Grünanlagen gilt häufig Leinenpflicht, in Schutzgebieten oft ein Wegegebot.

Jeder Wegtyp hat seinen eigenen Charakter, und jeder hat einen Haken.

Waldwege sind im Sommer die erste Wahl. Der Boden ist weich, die Bäume spenden Schatten, und die Nase deines Hundes hat dort am meisten zu lesen. Gleichzeitig lebt im Wald das Wild, und das macht ihn zur heikelsten Umgebung für Hunde mit Jagdtrieb.

An Uferwegen gibt es Wasser zum Trinken und Abkühlen. Nicht jedes Gewässer ist dafür geeignet (siehe Blaualgen weiter unten), und an vielen Badestellen sind Hunde nicht erlaubt.

Feldwege haben einen großen Vorteil: Du siehst weit. Begegnungen kündigen sich früh an, und reaktive Hunde haben Platz zum Ausweichen. Im Spätsommer stehen dort allerdings Grannen, und im Frühjahr brüten auf manchen Feldern Bodenbrüter wie die Feldlerche.

Parks sind praktisch für die schnelle Runde. Dafür ist dort mehr los, und in vielen Grünanlagen gilt Leinenpflicht.

Eine Sonderform ist der Hundewald. In Schleswig-Holstein, wo im Wald sonst Leinenpflicht gilt, weisen die Landesforsten eigene Hundewälder aus, in denen Hunde frei laufen dürfen. In Berlin gibt es Hundeauslaufgebiete in den Wäldern, etwa im Grunewald; frei laufen darf dein Hund dort nur, wenn er in Rufweite bleibt und abrufbar ist. Ob es so etwas bei dir gibt, verrät die Seite der Landesforsten oder der Stadt. Wenn du eine eingezäunte Fläche zum Toben suchst, ist der Ratgeber zum Hundewiese finden die bessere Adresse.

Für einige Großstädte haben wir Parks und Wälder mit Hund schon gesammelt, zum Beispiel in Hamburg, München und Leipzig.

Zwei Hunde an der Leine ziehen auf einem Uferweg mit hohem Gras Richtung Wasser

Woran erkenne ich eine gute Gassirunde für meinen Hund?

Eine gute Gassirunde passt zu Alter, Kondition und Charakter deines Hundes: Die Länge überfordert ihn nicht, der Untergrund schont die Pfoten, es gibt Schatten und im Sommer Wasser, und die Zahl der Begegnungen ist für ihn gut auszuhalten. Wild, Weidetiere und Straßen in der Nähe machen eine Runde anspruchsvoller.

Eine feste Länge gibt es nicht. Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt "ausreichend Auslauf im Freien" und sagt, dass Auslauf an Rasse, Alter und Gesundheitszustand anzupassen ist. Eine Minutenzahl steht dort nicht. Der Rest ist Beobachtung: Kommt dein Hund zufrieden müde nach Hause, oder schleppt er sich die letzten hundert Meter?

Woran erkenne ich eine gute Gassirunde für meinen Hund?8 Einträge
Merkmal Warum es zählt Besonders wichtig für
Länge und Abkürzungen Du kannst abbrechen, ohne den ganzen Weg zurückzugehen Welpen, Senioren, Hunde nach einer Erkrankung
Untergrund Weicher Waldboden schont Gelenke, heißer Asphalt kann Pfoten verbrennen Alle Hunde im Sommer, ältere Hunde
Schatten Hitzschlag passiert oft bei Bewegung, nicht nur im Auto Kurzköpfige Rassen, schwere und ältere Hunde
Wasser Trinken und Abkühlen unterwegs Alle Hunde an warmen Tagen
Begegnungsdichte Breite Wege und gute Sicht entspannen Begegnungen Ängstliche und reaktive Hunde
Wild und Weidetiere Ein Hetzversuch kann für Wild und Hund gefährlich enden Hunde mit Jagdtrieb
Straßen und Radwege Ein Schreckmoment reicht für einen Unfall Junge Hunde, Hunde mit unsicherem Rückruf
Sauberkeit Müll und Essensreste ziehen Hunde an Hunde, die alles fressen

Zum Asphalt gibt es eine einfache Faustregel: Leg deinen Handrücken sieben Sekunden auf den Boden. Ist es dir zu heiß, ist es auch für die Pfoten zu heiß.

Kurzköpfige Hunde wie Mops oder Französische Bulldogge bekommen häufiger einen Hitzschlag als Hunde mit längerer Schnauze, weil Hecheln bei ihnen schlechter kühlt. Im Sommer gehört ihre Runde deshalb in den Schatten und in die frühen Morgenstunden.

Und für die Begegnungen: Geh die neue Runde einmal zu der Uhrzeit, zu der du sie später gehen willst. Um sieben Uhr morgens ist der Uferweg ein anderer Ort als am Samstagnachmittag.

Welche Regeln gelten auf der Gassirunde?

Ob dein Hund an die Leine muss, regelt in Deutschland jedes Bundesland selbst, dazu kommen Satzungen der Gemeinden und Verordnungen für Schutzgebiete. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen gilt im Wald das ganze Jahr Leinenpflicht. In Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt ist die Leine in der Brut- und Setzzeit vorgeschrieben.

Den Wald darfst du nach dem Bundeswaldgesetz zur Erholung betreten, die Einzelheiten regeln die Länder. Was dein Hund dort darf, steht deshalb in den Wald-, Jagd- und Hundegesetzen der Länder, und die unterscheiden sich deutlich. Die Brut- und Setzzeit, also die Monate, in denen Wildtiere ihre Jungen bekommen und aufziehen, spielt dabei in einigen Ländern eine eigene Rolle.

Welche Regeln gelten auf der Gassirunde?10 Einträge
Bundesland Leine im Wald oder in der Landschaft Wann
Brandenburg Pflicht im Wald Ganzjährig
Mecklenburg-Vorpommern Pflicht im Wald Ganzjährig
Schleswig-Holstein Pflicht im Wald, Hunde nur auf Waldwegen Ganzjährig
Thüringen Pflicht im Wald für Hunde, die nicht zur Jagd eingesetzt werden Ganzjährig
Berlin Pflicht im Wald außerhalb der ausgewiesenen Hundeauslaufgebiete Ganzjährig
Niedersachsen Pflicht in Wald und freier Landschaft 1. April bis 15. Juli
Bremen Pflicht außerhalb des bebauten Stadtgebiets 15. März bis 15. Juli
Sachsen-Anhalt Pflicht in der freien Landschaft 1. März bis 15. Juli
Nordrhein-Westfalen Pflicht abseits der Waldwege; auf den Wegen keine landesweite Pflicht, in der Brut- und Setzzeit empfohlen Abseits der Wege ganzjährig
Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen Keine landesweite Pflicht gefunden; Kommunen, Behörden und Schutzgebiete können die Leine anordnen Örtlich verschieden

Für Hamburg und Rheinland-Pfalz haben wir keine landesweite Waldregel sicher belegen können. Im Saarland gibt es nach Angaben des Umweltministeriums keine Leinenpflicht im Wald, es empfiehlt die Leine aber von März bis Juli. Überall gilt: Schilder vor Ort, Gemeinde oder Forstamt haben das letzte Wort, und Gesetze ändern sich.

In Naturschutzgebieten legt die jeweilige Schutzgebietsverordnung fest, was gilt. Oft heißt das: auf den Wegen bleiben und den Hund anleinen, häufig das ganze Jahr. In Nationalparks regeln eigene Gesetze oder Verordnungen den Umgang mit Hunden, und meist ist er dort deutlich eingeschränkt. Wo ein Schutzgebiet beginnt, steht in der Regel ein Schild am Wegrand.

Und dann ist da noch das Wild. Zum Jagdschutz gehört nach dem Bundesjagdgesetz auch der Schutz des Wildes vor wildernden Hunden; was Jäger in so einem Fall dürfen, regeln die Landesjagdgesetze sehr unterschiedlich. Für dich zählt die einfache Konsequenz: Wer seinen Hund nicht sicher abrufen kann, lässt ihn im Wald an der Leine.

Worauf muss ich auf einer neuen Runde achten?

Auf einer neuen Runde kennst du die Gefahren noch nicht. Achte deshalb besonders auf Giftköder und Essensreste, suche deinen Hund nach Zecken ab, halte bei Jagdtrieb die Leine oder Schleppleine kurz genug, sei in der Dämmerung aufmerksam für Wild und lass deinen Hund nicht aus grünlich trüben Gewässern trinken.

Zu Hause bleiben musst du deshalb nicht. Die erste Runde auf einem unbekannten Weg gehst du aber besser an der Leine.

  • Giftköder: Wenn dein Hund etwas Verdächtiges gefressen hat, fahre sofort zur Tierarztpraxis. Woran du Köder erkennst und wie du reagierst, steht im Ratgeber zu Giftködern beim Hund. In manchen Städten warnen Hundehalter einander in lokalen Gruppen vor Funden.
  • Zecken: Zecken sitzen in Gras und Gestrüpp, nicht in Bäumen. Bei milder Witterung sind sie das ganze Jahr aktiv, besonders im Frühjahr und Herbst. Such deinen Hund nach jeder Runde ab; das ersetzt aber keinen Zeckenschutz. Welcher passt, klärt deine Tierarztpraxis.
  • Jagdtrieb und Wild: Rehe und Wildschweine sind besonders in der Morgen- und Abenddämmerung unterwegs. Viele Trainerinnen und Trainer empfehlen für Hunde mit Jagdtrieb eine Schleppleine am gut sitzenden Brustgeschirr, nicht am Halsband, weil ein plötzlicher Ruck am Hals verletzen kann.
  • Blaualgen: In warmen, stehenden Gewässern können Blaualgen Giftstoffe bilden, die für Hunde lebensgefährlich sind. Ist das Wasser grünlich trüb oder treibt ein Algenteppich darauf, darf dein Hund weder trinken noch baden. Bei Verdacht sofort zur Tierarztpraxis.
  • Grannen: Trockene Grannen und Grasähren können sich in Pfoten, Ohren und Nase bohren. Schau nach Runden über Feldwege und Wiesen genau dort nach. Niest dein Hund heftig, schüttelt ständig den Kopf oder lahmt, gehört er zur Tierarztpraxis.
  • Weidetiere: Halte Abstand zu Kühen und Schafen, nimm deinen Hund dicht an deine Seite und umgehe Herden mit Herdenschutzhunden weiträumig.

Im Herbst und Winter wird es früh dunkel, und der schöne Waldweg sieht um fünf Uhr nachmittags plötzlich ganz anders aus. Ein Leuchthalsband für den Hund und Reflektoren oder eine Lampe für dich machen euch sichtbar.

Wie finde ich andere Hundemenschen für gemeinsame Runden?

Andere Hundemenschen für gemeinsame Runden findest du über die Nachbarschaft, die Hundeschule, lokale Gassi-Treffs und Hunde-Apps, in denen du Hunde aus deiner Umgebung kennenlernst. Wer seine Gegend seit Jahren abläuft, kennt die schönsten Wege, und meistens erzählt er gern davon.

Die besten Runden stehen in keiner App. Sie stecken in den Köpfen der Leute, die du jeden Morgen am Ende der Straße triffst. Ein "Wo geht ihr eigentlich immer lang?" reicht oft schon, und am nächsten Tag geht ihr zu zweit. Gemeinsame Runden haben noch einen Vorteil: Für Hunde, die sich vertragen, ist ein bekannter Begleiter oft entspannter als die volle Hundewiese.

In Souldog kannst du ein Gassi-Treffen planen: Hundemenschen in deiner Umgebung bekommen eine Einladung, sagen zu und stimmen sich im Gruppenchat ab. Über Schnüffeln lernst du außerdem andere Hunde und ihre Menschen in der Nähe kennen. Ob daraus eine feste Gassirunde wird, entscheidet ihr selbst. Die App gibt es für iPhone im App Store und bei Google Play.

Für Hunde, die Begegnungen schwerfallen, ist allein unterwegs völlig in Ordnung. Eine ruhige Runde, auf der dein Hund in Ruhe schnüffeln darf, macht oft müder als eine Stunde Toben. Mehr dazu im Beitrag zum Schnüffelspaziergang. Und wenn aus der Hunderunde einmal eine Tagestour werden soll, hilft der Ratgeber Wandern mit Hund.

Häufige Fragen

Wie finde ich eine schöne Gassirunde in meiner Nähe?
Schalte deine Kartenapp auf Satellitenansicht und such nach Wald, Ufern und Feldwegen um deine Wohnung. Nutze Tourenapps mit Filter für hundefreundliche Wege, schau in Hunde-Apps mit Ortskarte nach Parks und Wäldern und frag andere Hundehalter nach ihren Lieblingswegen.
Wo kann man mit Hund spazieren gehen in der Nähe?
In Wäldern, an Ufern, auf Feldwegen und in Parks. Was dort gilt, entscheiden Land, Gemeinde und gegebenenfalls die Schutzgebietsverordnung. In Grünanlagen ist häufig die Leine Pflicht, in mehreren Ländern auch im Wald, und in Naturschutzgebieten gilt oft ein Wegegebot.
Gibt es eine App, um Gassirunden zu finden?
Ja, mehrere. Outdooractive und AllTrails haben einen Filter für hundefreundliche Touren, komoot zeigt Wegtypen und Untergrund. Hunde-Apps mit Ortskarte zeigen Parks, Wälder und Hundewiesen in deiner Nähe. Die Leinenregeln musst du in allen Fällen selbst prüfen.
Darf mein Hund im Wald ohne Leine laufen?
Das hängt vom Bundesland und vom Gebiet ab. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Thüringen und in Berliner Wäldern außerhalb der Auslaufgebiete gilt ganzjährig Leinenpflicht, in Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt in der Brut- und Setzzeit. In Naturschutzgebieten ist die Leine oft Pflicht.
Wann ist Brut- und Setzzeit?
Grob von März oder April bis Mitte Juli. Als gesetzliche Leinenfrist gilt sie vom 1. April bis 15. Juli in Niedersachsen, vom 15. März bis 15. Juli in Bremen und vom 1. März bis 15. Juli in Sachsen-Anhalt. In anderen Ländern ist die Leine in dieser Zeit eine Empfehlung oder ohnehin ganzjährig Pflicht.
Was ist ein Hundewald?
Ein Waldstück, in dem Hunde ausdrücklich frei laufen dürfen, teils eingezäunt. In Schleswig-Holstein weisen die Landesforsten solche Hundewälder aus, in Berlin gibt es Hundeauslaufgebiete in den Wäldern. Ob es bei dir einen gibt, erfährst du bei Forstamt oder Stadt.
Wie lange sollte eine Gassirunde sein?
Eine feste Minutenzahl gibt es nicht. Die Tierschutz-Hundeverordnung verlangt ausreichend Auslauf, angepasst an Rasse, Alter und Gesundheitszustand. Welpen und ältere Hunde brauchen kürzere Runden mit Pausen; frag im Zweifel deine Tierarztpraxis.

Manchmal liegt die schönste Runde zwei Straßen weiter, und man ist nur nie hingegangen. Nimm dir fürs nächste Wochenende einen Weg vor, den ihr beide noch nicht kennt, und lass deinen Hund das Tempo bestimmen. Er wird den Unterschied merken, spätestens an der ersten neuen Laterne.

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